Destiny

WIR… haben uns E-X-T-R-A viel Zeit gelassen, um den wohl größten Sci-Fi-Shooter aller Zeiten in aller Ruhe auf Herz und Nieren zu prüfen. Sogar soooo viel Zeit, dass sich „Destiny“ seit Release – aufgrund Bungie’s sorgsamer Patch- und Hotfix-Arbeit – spielerisch bereits merklich verändert hat. Diese Review stützt sich auf die aktuellste Version [14.10.2014]! Knapp über vier Wochen liegt der größte Gaming-Release EVER nun zurück. Vier Wochen, in denen wir weit über 350 Stunden Spielzeit, round about 80.000 Kills und insgesamt 6 Charaktere bis zur Gänze ausgeformt haben. Zahllose Licht-Upgrades, ein halbes Dutzend exotische Items pro Char, zwei Dutzend neue PSN-Freunde und über 1000 Screenshots inklusive…

Unglaublich lebendig, stylisch und ECHT!
1091,… um genau zu sein. Was wir beim ersten Trailer, im ersten Gameplay noch für geschönt, vielleicht sogar gerendert hielten, ist TATSÄCHLICH Realität geworden. „Destiny“ ist ein audio-visuelles Meisterwerk, das von den technischen Möglichkeiten der ‚neuen‘ – jetzt aktuellen – Konsolengeneration ungemein profitiert. Das Game wirkt unglaublich lebendig, unglaublich ECHT! Wir haben lange nicht mehr so etwas schönes, so etwas stylisches, und so etwas stimmiges gesehen!

Dies liegt zum großen Teil natürlich auch am exzellten Art-Design, der opulenten Inszenierung und der wundervollen Komposition, mit der die einzelnen Umgebungen erstellt wurden. Jede Region hat seinen eigenen Charakter, jeder Planet sein eigenes Setting – samt fließendem Tag/Nachtwechsel! Und dennoch: Dynamische Licht- und Schatten-Effekte, topmoderne Shader und tiefenscharfe Texturen, fein gearbeitete Charakter- und Waffenmodelle, und eine visuelle Dynamik, wie sie für ein MMO-Game kaum richtungsweisender sein könnte, sind das visuelle Herzstück der unbändigen optischen Wirkung, die „Destiny“ innehat. Präsentiert in beeindruckendem Full HD, bei durchweg stabilen, butterweichen 30 Frames.

Einzigartige Sounds
Ein weiteres Element rundet die Präsentation wertvoll ab: Der Sound! Dieser macht „Destiny“ schon jetzt zu einem Meilenstein der Videospiel-Kunst. Bereits zum Start des Spiels entflammt der epische Destiny-Theme-Song [‚Guardian‘] unser Sci-Fi-Herz bis ins letzte, und lässt uns voller Hoffnung und Erwartung, in eines der immersivsten Spiele eintauchen, die wir in den letzten Jahren gespielt haben. „Destiny“ macht den Kopfhörer (bzw. Das Headset), nach langer Zeit, endlich mal wieder zur Pflicht. Nicht nur wegen des tragenden Scores, sondern vor allem wegen der eindrucksvollen Soundpalette, die jeden Schritt, jedes Nachladen, jeden Ritt auf dem Sparrow, jedes Droppen von Items, jeden Planeten und jeden Gegner auf wunderbar einzigartige Weise akustisch darstellt!

Abwechslung ist der Schlüssel…
Der Grund, warum “Destiny” so herausragend funktioniert, liegt jedoch nicht (nur) in der atemberaubenden Präsentation oder der (etwas zu klein geratenen) Story des Titels, sondern vor allem im antreibenden, erquickenden Missions-Design der offen gestalteten Spielewelt, und der starken Varianz der Gegnertypen, die uns Bungie in insgesamt 32 PVE-Missionen in den Weg stellt. Sie sind der Grund dafür, dass wir nicht einfach – standardmäßig – wie bei COD und BATTLEFIELD auf das Schlachtfeld rennen und alles erschießen können, was bei drei noch nicht auf den Bäumen ist. Wegen der variantenreichen Zahl von Gegnern müssen wir unsere Strategie immer wieder neu überdenken und neue Taktiken entwickeln, um das Ende auch mal ohne Respawn miterleben zu dürfen. Teamplay steht hier klar im Vordergrund! Und: Niemand ist jemals allein in „Destiny“. Auch wenn der Einsatztrupp aus maximal drei Spielern bestehen darf, tummeln sich [zumeist] ‚zig andere Spieler auf den offenen Maps herum, die dank intuitiver Kommunikation schnell ins Teamplay eingebunden werden können. Respawn-Zone ausgenommen…

Eine brillante Koop-Idee, die sich in den sogenannten ‚Strikes‘-Missionen als ultimative Herausforderung herausstellt. In diesen packenden PVE-Matches spielt eine Gruppe von 3 Spielern [ggf. Matchmaking] gegen die volle Bandbreite des jeweiligen Planeten. Vom kleinsten Sharling bis hin zum größten Boss ist in den wellenartig verlaufenden Strikes alles vertreten, was Rang und Namen hat. Und: Das dicke Ende kommt stets zum Schluss. Die Strikes unterstreichen die fantastische Koop-Experience, die „Destiny“ offerieren kann, mit Bravur! Schnellschießer und Kamikaze-Meister kommen hier ebenso wenig weiter wie einsame Helden, die den Sieg ihr eigen nennen möchten. Teamplay ist das A und O in diesen euphorisierenden, süchtig machenden Missionen.

Ganz anders und wesentlich entspannter verlaufen dagegen die zeitlich unbegrenzten ‚Patrouille‘-Missionen, in denen sich der Spieler stundenlang bei der Suche nach Ressourcen, dem Abschließen von kleineren Aufgaben, dem Erledigen von unendlich vielen Gegner-Gruppen oder reißerischen Special Events „entspannt“ treiben lassen kann. Die Exploration-Hubs, bis zu den Patrouille-Missionen umfassen dabei das gesamte, offene Gebiet des jeweiligen Planeten und laden mit ihren vielen Höhlen, kleinen Gassen und geheimnisvollen Ecken zu ausgiebigen Erkundungstouren ein.

Loot, Loot, und noch mehr Loot.
Die Abenteuerlust des Spielers ist ohnehin gefragt! In jedem Winkel des Spiels verstecken sich Schatztruhen, die nebst Ingame-Cash und wichtigen Ressourcen zum Bau von Waffen auch immer wertvolle Ausrüstung für den Spielcharkater beinhalten können. Waffen- und Rüstungsteile werden zwar auch von besiegten Gegnern gedroppt; die Schatztruhen sind dennoch Einnahmequelle Nummer 2 auf der Liste, und von unschätzbarem Wert.

Das ertragreiche Loot-System von „Destiny“ bietet dem Spieler ein klassenbezogenes, nach Vorkommen sortiertes Item-System, das ganz klassisch – in gewöhnlich, ungewöhnlich, selten, legendär und exotisch – unterteilt ist. Gefundene oder erhaltene Gegenstände verfügen entweder über Verteidigung (Rüstung) oder Schaden (Waffen), können aber auch andere Attribute des Spielers – Erholung, Nahkampf oder Fernkampf – beeinflussen. Abhängig von der erspielten Stufe des Charakters lassen sich hochwertige Gegenstände anlegen, die sogar ‚Licht‘ enthalten können. Ein ganz besonderer Punktewert, der Spielern das weitere Aufsteigen nach Erreichen von ‚Level 20‘ erlaubt!

Licht-Level 20+
Die wohl außergewöhnlichste Wendung in „Destiny“, trägt zu einem veränderten, stärker motivierenden Spielverhalten bei. Denn: Bis zu diesem Level erhalten Spieler für besondere Kills, erbrachte Leistungen und abgeschlossene Aufträge wertvolle XP-Punkte, die nicht nur die essentiellen Skill-Bäume, sondern vor allem den Level-Up des eigenen Chars ausmachen. Mit dem Erreichen von „Level 20“ spielen XP-Punkte jedoch nur noch eine untergeordnete Rolle. Sie formen lediglich noch den gewählten ‚Fokus‘ der jeweiligen Klasse aus, der spielrelevante Skills wie Nah- und Fernkampf, aber auch die Erholung und Fortbewegung des Spielers großartig definieren kann. Ab 20+ zählt jedoch nur noch das Loot, das der Spieler von Gegnern oder aus Kisten und Beutezügen erhält! Dieses definiert die weiteren Levels. Und dieses bestimmt einzig und allein darüber, ob der Spieler später die ‚magischen‘ 30 erreichen kann,… die nahe des finalen Levelcaps liegen!?

Von Punkten und Marken
Eine weitere Möglichkeit, sich dem heiß geliebten Loot verdient zu machen, ist das Erspielen von ‚Rang‘-Punkten und besonderen ‚Marken‘, die der Spieler – je nach Fraktions-Zugehörigkeit – für ALLE abgeschlossenen Missionen und Events [PVE und PVP] des Spiels erhält. Diese kann der Spieler bei den 5 regulären Fraktionen von „Destiny“ gegen großartige legendäre Waffen, Rüstungsteile oder Klassengegenstände einlösen. Der ‚Turm‘ – als sozialer Dreh- und Angelpunkt des Spiels – dient hierfür als Anlaufstelle. Er stellt außerdem den ‚Kryptarchen‘, der gefundene, aber codierte Engramme in wertvolle Ausrüstungsgegenstände, Währung oder unschätzbar wichtige Ressourcen umwandeln kann. Im Turm lassen sich auch neue Aufgaben und Beutezüge annehmen, die für das Ränge-System quasi unerlässlich sind!

6 gegen 6
Natürlich bietet „Destiny“ seinen Spielern auch einen umfangreichen kompetitive Multiplayer! Hier können die erfahrensten Hüter des Universums in spannenden 6vs6-Matches aufeinander treffen und sich auf besonders cool arrangierter PVP-Map, in den bekannten Spielmodi, mit ihren erstellten Charakteren, quasi auf alle Ewigkeit duellieren. Als Belohnung für siegreiche Züge winken wertvolle Ausrüstungsgegenstände, sowie besondere Shader und Embleme, die das Aussehen des Spielers verändern können.

Einfach zu handhaben
Ein weiterer Grund, warum „Destiny“ so großartig funktioniert, ist die hohe Zugänglichkeit des Titels, die es sogar komplett unerfahrenen Shootern erlaubt, sich schnell mit den kongenialen Gepflogenheiten des „Destiny“-Universums vertraut zu machen. Die souveräne Handhabung der Waffen, das interessante Rollenspiel- und Loot-System, die fairen Checkpoints, die regulierbaren Schwierigkeits-Grade (pro Mission) und das allgemeine soziale Koop-Klima in „Destiny“ offenbaren höchste Einstiegsfreundlichkeit. Sie offerieren altgedienten Veteranen allerdings auch die Möglichkeit, das Genre mit „Destiny“ neu zu erleben, und der allgemeinen Stupidität der letzten Shooter-Dekade auf galante, besonders funbringende Art und Weise zu entfliehen!

PlayStation 4-Spielern wird darüber hinaus die Ehre zuteil „Destiny“ nicht nur mit dem Dualshock 4 am heimischen TV zu zocken, sondern das einhüllende Spielerlebnis von „Destiny“ – via Remote Play – auf der PlayStation Vita zu erleben. Und wir sprechen hier von einem „echten“ Erlebnis, das aufgrund der Funktionalität mindestens als brillant bezeichnet werden muss. „Destiny“ ist DER Beweis dafür, dass ein Spiel perfekt an die Bedingungen des mobilen Handheld-Gaming abgestimmt werden kann, und das ein SO großes Spiel auch perfekt auf einem Handheld funktionieren kann! Ganz gleich ob Latenz, Steuerung, Tastenbelegung, Pacing, Grafik oder Gameplay: Das Remote Play auf der PS Vita steht der ‚klasssischen‘ Spielerfahrung auf dem TV in nichts, wirklich GAR NICHTS, nach.

 

Das Fazit: „Der Beginn einer neuen Ära!“
JA – „Destiny“ ist die langersehnte, universelle Offenbarung in der langen Videospielgeschichte. Noch nie waren wir derart begeistert, derart euphorisiert oder ‚gehyped‘ von einem Spiel! Alles ein Ergebnis ‚erfolgreicher‘ PR- und Marketing-Arbeit? Wohl kaum… Nein, weiß Gott nicht. Noch vor der Beta waren wir alles andere als überzeugt von Bungie’s Mega-Projekt. Erst mit der Beta ist uns klar geworden, wie viel Potential und unbändiger Koop-Fun in „Destiny“ schlummert. Und nun,… durchblättert doch gern sämtliche unserer alten Reviews, aber: WIR haben in den all den Jahren nie etwas BESSERES, niemals einen COOLEREN AAA-Shooter in die Hände bekommen, als „Destiny“. Das Spiel markiert wahrlich den Beginn einer neuen Shooter-Ära! „Destiny“ zeigt bespielhaft, wo die Reise hin gehen wird. In ein neues Zeitalter, in dem Shooter über Charakter-Klassen, umfangreiche Loot- und Upgrade-Systeme, über fantastische PVE und PVP-Maps und VOR ALLEM, über UNENDLICH viel Spaß im Gameplay verfügen dürfen. Endlich dürfen Shooter mehr als nur reaktives Training für die beiden Zeigefinger sein. Und: Die wenigen Probleme, die „Destiny“ mit sich bringt, sind an einer Hand abgezählt! Doch diese Hand nimmt sich jetzt lieber das Gamepad und dreht noch eine Runde auf der Venus… Also, tut Euch selbst einen Gefallen: Spart Euch den Blick auf die ganzen Flamer-Kommentare in Foren und News-bereichen. Vergesst die ganzen 1Stern-Rezensionen auf Amazon.de, und die Hater-Kommentare von Euren Freunden,… die ohnehin den ganzen Tag „Destiny“ suchten! KAUFT Euch „Destiny“ und lasst Euch vom geilsten FPS aller Zeiten in hunderte Stunden erstklassiges Sci-Fi-Shooting mitreißen. Verkündet die frohe Botschaft… „Destiny“ ist da!

Tag 36, im Jahr Eins nach Destiny. Ende der Durchsage.


Die Bilder und das „Destiny“-Logo sind Eigentum von Activision. „Destiny“ wurde uns freundlicher Weise von Activision zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen unter: www.destinythegame.com

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