Mass Effect 3 [Special Edition]

„Wir dachten, wir wären allein im Universum. Wir glaubten, wir wüssten Alles. Doch eine uns vorher unbekannte Macht eröffnete uns neue Möglichkeiten. Die Masseneffekt-Technologie veränderte unser aller Sein. Unseren Glauben, und selbst unsere Art zu Leben. Sie brachte uns neue, nutzbare Ressourcen. Schickte unsere Schiffe in fremde Welten und lehrte uns Kultur und Leben von Grund auf neu! Wir gewannen neue Freunde, schlossen Handelsverträge und mächtige Bündnisse. Doch inmitten dieser neu errungenen Euphorie bemerkten wir nicht, dass uns etwas beobachtete. Dass uns etwas auserkoren hatte. Wir verkannten, dass mit dieser Macht auch neue Feinde näher kamen. Wir dachten wir wüssten, was Leid und Zerstörung bedeuten. Doch diese Feinde lehrten uns, dass wir nichts wussten. Und wo stehen wir jetzt..? Wo sind unsere Räte, unsere Verbündeten? Unsere Städte und Schiffe? Sie sind überrannt. Getötet. Zerstört. Wir stehen am Ende. Am Ende einer Ära, die so friedvoll und bedeutsam begonnen hatte. Wir stehen am Abgrund. Das Ende der Menschheit scheint nah. Wir dachten, wir wären allein… wir wünschten, – wir wären es!“

Vor knapp einem Jahr veröffentlichte EA, unter der Entwicklung von Bioware, den grandios inszenierten dritten Part der Mass Effect-Reihe, der den Abschluss der Geschehnisse, rund um Commander Shepard‘s Kampf gegen die ‚Reaper‘ bildet. Pünktlich zum Launch der WiiU, Nintendos neuestem Geniestreich auf dem Heimkonsolenmarkt, zaubert EA das extrem erfolgreiche Action-Rollenspiel (wieder) aus dem Hut und veröffentlicht mit der „WiiU Special Edition“ quasi das „ME3“-Rundum-Sorglos-Paket, mit zusätzlichen Waffen, der Bonusmission „From Ashes“ und erweiterter Endsequenz. Erneut macht sich der Spieler auf, in den Kampf um das größte Sci-Fi-Universum, das die Videospielgeschichte je gesehen hat, und erlebt in filmreifen, herausragend inszenierten – und nicht selten interaktiven – Zwischensequenzen und Dutzenden antreibenden Stunden Spielzeit das wohl beste Sci-Fi-Epos dieser Zeit!

An der Spitze der Evolution
Dies liegt auch an der erstklassigen optischen Darbietung des Spiels. Den fein detaillierten Charakteren, liebevollen Animationen, dem allgemein ansprechend futuristischen Setting und der optischen Vielfalt der einzelnen Level- und Umgebungsabschnitte. Sie stellen den technischen Höhepunkt der Saga dar. Grafisch spielt „Mass Effect 3 – Special Edition“ ganz klar in der ersten Liga der Launch-Titel der WiiU. Es steht an der Spitze – um genau zu sein! Kein anderer Launch-Titel bietet eine derart filigrane, opulent aufpolierte HighDef-Grafik. Kein anderes Game offeriert ein derart komplexes, umfassendes Spiel-Universum – und das im wahrsten Sinne des Wortes. Dabei ermöglicht die WiiU-Konsole das gleiche, bestechend klare HD-Bild, das „Mass Effect 3“ auch auf anderen Konsolen bereits hoheitlich glänzen ließ. Dynamische Licht- und Linseneffekte, eine stets lebendige Umgebung und hohe Glaubwürdigkeit entführen den Spieler, in Sekundenbruchteil nach dem Start, wahrlich in eine andere Dimension! Minimale, vereinzelte Ruckler im Spielablauf und auch in den Zwischensequenzen, trüben die spektakuläre Grafik und Technik dabei nur marginal!

Taktik, Aufbau, Kampfgeschick!
Das Herz von „Mass Effect 3“ liegt jedoch nicht in der unbändigen Grafik. Es liegt im Gameplay – im taktischen Kampf und dem strategischen Aufbau der spielbaren Charaktere, die allesamt stets als „Party“ zusammen auf dem Schlachtfeld agieren. Sie alle bringen unterschiedliche Eigenschaften und Fähigkeiten mit, welche das Geschick und den Ausgang eines Kampfes maßgeblich entscheiden können. Je nach Auftrag kann der Spieler bis zu zwei weitere Gruppenmitglieder für den Außeneinsatz rekrutieren, die ihm tatkräftig, gesteuert durch die KI des Spiels, aber auch auf Anweisung des Gamers zur Seite stehen. Der Spieler kann die „Party“ zu bestimmten Positionen auf dem Schlachtfeld befehlen, deren Waffen umrüsten, oder Spezialfähigkeiten abrufen, um taktische Vorteile zu erringen oder gar aus brenzligen Situationen zu entkommen. Hierzu dient (in der Regel) das von Bioware intuitiv gestaltete ‚Kreismenü‘, das ebendiese Optionen bereithält. Der Clue: Während der Spieler durch das ‚Kreismenü‘ navigiert und entsprechende Befehle erteilt, wird die aktuelle Kampfphase angehalten. So kann der Gamer in aller Ruhe zur Analyse durch die Ziele schalten, Angriffe planen, Waffen oder Spezialfähigkeiten auswählen und/oder die Reihenfolge bzw. die Art der Angriffe und Ziele festlegen.

Ein weiterer relevanter Bestandteil des Spiels ist der bereits erwähnte, strategische Aufbau der Fähigkeiten der einzelnen Spielfiguren. Hierzu zählen vor allem die Offensiv-Effekte der Charaktere, aber auch deren passive bzw. defensive Eigenschaften, wie bspw. Gesundheit, Stärke, Panzerung, Biotik, etc. Währenddessen der Spieler, durch die anfängliche Klassenwahl, ein Stück weit über die Fähigkeiten von Shepard mitbestimmen kann, sind die grundsätzlichen Skills anderer Chars – ab Neuzugang – vordefiniert. Er kann jedoch Einfluss auf den Ausbau nehmen und diese, nach erfolgtem Levelaufstieg, individuell formen. Levelaufstiege werden überdies automatisch, durch das Voranschreiten in der Hauptgeschichte, dem effektiven Kampfgeschick, aber auch durch die zahlreichen Nebenaufgaben des Spiels, bzw. durch das Finden von bestimmten Dokumenten, persönlichen Entscheidungen oder Gegenständen erreicht.

Und wie auch im direkten Vorgänger, Mass Effect 2, haben die Entscheidungen des Spielers große Auswirkungen auf das Spielgeschehen und den Verlauf, aber auch auf Teile der Geschichte. Ohne zu viel verraten zu wollen: Erklärt sich der Spieler beispielweise bereit, eine bestimmte Person zu eliminieren, steht diese – und möglicher Weise ihr gesamtes Volk, für den „Endkampf“ nicht mehr zur Verfügung! Und letztlich geht es in „Mass Effect 3“ ausschließlich darum, Verbündete für den großen Kampf gegen die zerstörerischen ‚Reaper‘ zu finden. Ebenso gilt es, den Ruf des Commanders zu kräftigen. Gute Taten und Argumente zeigen in Punkto Reputation ebensolche Wirkung wie negative, aggressive, oder desinteressierte Attitüden. Das Spiel speichert nach jeder getroffenen Entscheidung automatisch ab, um das ohnehin vorhandene Gefühl der „Wirklichkeit“ zu verstärken! Einmal entschiedene Unbarmherzigkeit lässt sich also nicht revidieren.

Das Gamepad: Freund und Helfer!
Insgesamt lässt sich sagen, dass das automatische Speichersystem fair und frustfrei ist. Im ungünstigsten Fall des vorzeitigen Ablebens inmitten des Kampfgeschehens, wird der Gamer an genau der Stelle wieder respawnt, an der er vorzeitig erlag! Dank der hervorragenden Steuerung von „Mass Effect 3“ via Gamepad, sind die adrenalintreibenden Gefechte allerdings, durch die Bank, ein echter Spaß! Natürlich lässt sich „Mass Effect 3 – Special Edition“ auch komplett auf dem Gamepad spielen. Ebenfalls ein echter Genuss – in brillanter Optik!

Möchte jedoch der Spieler das volle Spektrum der filmreifen HD-Inszenierung auf dem heimischen TV erleben, bietet das Gamepad eine zugängliche, durchdachte Feature-List an optionalen, nützlichen Funktionen. Vordergründig zeigt es die aktuelle Map bzw. hiesige Stationsebenen an, und erlaubt zuweilen ein Blättern bzw. Scrollen ebendieser. Außerdem, und das ist das Highlight, können bis zu 8 Fähigkeiten-Shortcuts am Rand des Display abgelegt werden, die einen schnellen und unkomplizierten Zugriff auf ‚Warp‘ & ‚Singularität‘ und Co. erlauben. Wirklich schade nur, dass Bioware in „Mass Effect 3“ die Hackzugriffe auf Terminals und Wandsaves ausgespart hat. Diese „Minispiele“ hätten perfekt auf das Gamepad gepasst und zusätzliche, sinnvolle Interaktionen mit dem Wundertablet von Nintendo möglich gemacht!

 

Das Fazit: Das größte Sci-Fi-Epos des Universums!
Eins ist klar: Bioware „kleckert“ nicht, es klotzt! Das Erfolgsstudio stellt gleich zum Launch der Konsole, mit der WiiU-Fassung von „Mass Effect 3“ klar, dass das Studio keine „Angst“ vor Nintendo‘s neuester Konsole hat. Ganz im Gegenteil: Sie stellt ihr außergewöhnliches Können und technisches Geschick abermals unter Beweis und erzählt die welt(en)umspannende, tragende Geschichte von Commander Shepard und dem Kampf gegen die ‚Reaper‘ ebenso gehaltvoll, wie stilvoll. Die tief verankerte Story bildet dabei den Kern dieses cineastischen „Überspiels“. Mit bombastischer Grafik, kongenialem Gameplay – in einer beispiellosen Mischung aus taktischen 3rd Person-Shooter- und Rollenspiel-Elementen, definiert „Mass Effect 3“ das Genre abermals neu. „ME3“ treibt seinen Spieler an. Es fordert ihn heraus. Es macht ihn zur Gänze zum Commander und zur letzten Hoffnung des Universum. „ME3“ ist in allen Belangen der würdige Nachfolger der besten Sci-Fi-Saga aller Zeiten! Und nicht nur das: „Mass Effect 3 – Special Edition“ ist der beste WiiU-Launch-Titel – und ein klares Must Have für alle Core-Gamer!


Die Bilder und das „Mass Effect 3″-Logo sind Eigentum von EA. „Mass Effect 3″ wurde uns freundlicher Weise von EA zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen unter: masseffect.bioware.com

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