Ghostbusters: The Video Game

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Originaltitel: Ghostbusters: The Video Game

Entwicklerstudio: Terminal Reality / Sony Computer Entertainment

PS3-Release: 24. Juni 2009

FSK: Ab 12 Jahren

Medium: 1 Blu-ray

Technische Spezifikation:
Spieleranzahl: 1
Speicherplatz: mind. 83 KB
Festplatteninstallation: 3944 MB
DUALSHOCK 3 Vibrationsfunktion
PAL HD 720p, 1080i, 1080p
Netzwerkfunktionen
Dolby Digital

Genre: Action, Shooter

Spielzeit: 8-10 Stunden
Trophäenanzahl: 51

Handbuchsprache: Deutsch

Sprach- & Textausgabe / Untertitel:
Deutsch, Englisch


Beschreibung:

Ob Geister, Dämonen, Dunsterscheinungen oder andere paranormale Erscheinungen – die Ghostbusters bekämpfen jede paranormale Bedrohung! Schnapp Dir Deinen Playstation3-Controller und komm ins Team der Ghostbusters. Wir befinden uns im Jahr 1991. Die Ghostbusters sind die offizielle Geheimwaffe der Stadt New York gegen jegliche Bedrohung paranormaler Art. Und weil die Geisterjäger immer mehr Aufträge bekommen, brauchen sie Unterstützung. Das ist Deine Chance! Werde Mitglied der Ghostbusters und hilf den furchtlosen Vier die Welt zu retten. Wie sich herausstellt, haben sie es nämlich mit einer viel größeren Gefahr zu tun, als sie anfänglich annehmen. Schultere Deinen Protonenpack und stürze Dich in ein großartiges Abenteuer!


Features:

  • Triff auf das ganze Ghostbusters-Team und viele alte Bekannte wie Janine, Slimer und den Marshmallow Mann!
  • Viele neue Freunde und Feinde warten auf Dich.
  • Erlebe ein Geist-reiches Abenteuer, geschrieben von den Schöpfern der Ghostbusters, Dan Aykroyd und Harold Ramis.
  • Nutze das komplette high-tech Equipment der Ghostbusters und probiere als erster die neuesten Erfindungen und Upgrades für die Ausrüstung aus!
  • Ob mit Protonenstrahl, Schleimwerfer oder Energiebombe – mach die Geister fertig und fang sie in Geisterfallen ein!
  • Geisterjäger halten zusammen! Arbeite im Team mit den Profis und erhalte Tipps und tatkräftige Unterstützung von Peter, Ray, Egon und Winston.
  • Alleine oder zusammen mit einem weiteren Ghostbuster auf dem Split-Screen.

Screenshots:

Ghostbusters: The Video Game (Screen) Ghostbusters: The Video Game (Screen)
Ghostbusters: The Video Game (Screen) Ghostbusters: The Video Game (Screen)


Review:


„Ghostbusters: The Video Game“ setzt genau dort ein, wo die Filme aus den 80er Jahren endeten. Das Spiel lässt seine Spieler in die Rolle eines jungen Ghostbuster-Anwärters schlüpfen, der einen Teil der Film-Ereignisse und darüber hinaus Neues erleben darf. Die Atmosphäre und das Flair des Titels erinnern dabei durchweg an die damaligen Erfolgs-Verfilmungen. Auch die original Filmfiguren, welche allesamt liebevoll und überaus detailliert gestaltet wurden, finden sich in diesem Action-Game natürlich wieder. Ein weiteres besonderes Merkmal der Filme schafft es ebenfalls Einzug in das Videospiel zu halten: das ständige, unaufhörliche, aber unterhaltsame Gerede – und die manchmal mehr oder minder coolen Sprüche – der einzelnen Charaktere.

Die teils beeindruckend erschaffenen Kulissen halten sich dabei größtenteils an altbekannte Areale. Es fehlt aber auch nicht an „neuen“ Umgebungen, die es zu „säubern“ gilt. Zwar entsteht aufgrund der eher leichten Inszenierung kein wirklicher Grusel-Effekt oder gar herzhafte Schock-Momente, einige Levels, oder zumindest Abschnitte, fallen aber dennoch sehr düster aus. Vor allem Fans der Filmreihe werden durch die Vielzahl der bekannten Orte, Figuren und kleinen Gimmicks ihre wahre Freude haben. Hierbei wurde an alles gedacht, um den Filmen so nah wie möglich zu kommen. Der satte Dolby Digital-Sound findet dabei sowohl cineastisch, als auch musikalisch eine ordentliche Präsentation.


Die grafischen Gegebenheiten des Titels erweisen sich als durchwachsen. Zum einen bietet das Spiel eine außergewöhnliche Levelgestaltung, realistische Reflektionen, gute Rauch- und Dampfeffekte, verfügt über zeitgemäße Shader-Technik und wirkt insgesamt stimmig. Zum anderen zeigt das Spiel teilweise Texturen und Spieleffekte die deutlich moderater als generationstypisch ausfallen. Vor allem in Bezug auf dynamische Beleuchtung und der oftmals etwas „ausgewaschenen“ Konturenschärfe, sowie der geringen Tiefenwirkung der Wanddetails, fällt das grafische Niveau deutlich unter aktuelle Standards.

Eine handvoll Innen- und Außenbereiche sind echte „optische Augenweiden“ und wirken auf Anhieb ansprechend und technisch gut umgesetzt, sowie stilvoll inszeniert. Leider werden diese allerdings nicht selten von Kantenflimmern, Treppchenbildung und Tearing begleitet, so dass der optische Spielspaß teilweise erheblich getrübt wird. In Szenen großer „Geisteransammlung“ oder anderen „Aktivitäten“ – wie z.B. dem Fliegen der Möbel – ist zudem festzustellen, dass es gelegentlich zu einem leichten, kaum merklichen Ruckeln bzw. Einbruch der Framerate kommt. Die traumhaft schönen und gerenderten Zwischensequenzen, deren grafische Darstellung der Wunschtraum jeden Spielers sein dürfte, laden dagegen durchweg zum Staunen ein.


Das unterhaltsame, extrem geschwätzige Spiel bietet einen strikt linearen Verlauf, der kaum kleinste Erkundungstouren, freies Handeln oder authentisches interagieren möglich macht. Dass dieses Konzept auf dem entsprechend vorliegenden Drehbuch und fester Storyline beruht, erklärt sich dabei von selbst. Dennoch fühlt man sich nicht selten schlichtweg gesperrt, und kann als Höhepunkt dieser ‚kurzen Leine‘ seine Spielfigur nicht einmal in einen Gang hineinführen, der zwar leer und offen, aber für den Spieler noch nicht frei geschaltet ist. So entpuppt sich das Credo des Spielverlaufs schon innerhalb der ersten Spielstunde als überschaubar schlicht und simpel: zuhören, folgen, Geister fangen! Mehr oder abwechslungsreicheres Gameplay hat der Spieler hierbei nicht zu erwarten.

In der Rolle eines neuen Geisterjäger-Kadetten startet der Spieler den Karriere-Modus des Spiels in der Kommandozentrale der furchtlosen „Ghostbusters“ – inmitten des kahl wirkenden New Yorks -, um sich dort eine kleine Einführung in die wichtigsten Bedienelemente, sowie den Umgang mit dem Protonenpack, zu Gemüte zu führen. Auch erlernt und erlebt der Spieler dort das (erste) Einfangen eines Geistes. Danach beginnt die eigentliche Hauptmission, die den Spieler quer durch die Stadt und bis hin zu parallelen Realitäten verschlägt.

Im Vordergrund der insgesamt sieben Missionen steht dabei sichtlich der unbeschwerte Funfaktor, der durch allerlei Kleinigkeiten, witzige oder ekelige Gegner, Unmengen an Sprüchen und coolen Waffenfunktionen, dargeboten wird. Je weiter der Spieler dabei im Spiel vorankommt, desto mehr Funktionen erhält sein technisch abwechslungsreiches Backpack. Die Nutzungsmöglichkeit der einzelnen Upgrades fällt dabei recht unterschiedlich aus, so dass der Spieler an vielen Stellen stets überlegen muss, mit welcher Waffenfunktion er die entsprechenden „Geisttypen“ einfangen muss.

Interessant, aber letztlich etwas zu ausführlich, ist hierbei der Menüpunkt „Geisterleitfaden“, der mit dem Geister-Scanner (PKA) eingescannte Objekte und Geister näher beschreibt, sowie deren Herkunft, Stärken und Schwächen offenbart. Insgesamt ist das sogenannte PKA ein weiterer wichtiger Teil des Spiels und erweist sich vor allem bei der Geistersuche als überaus wertvoll. Schlägt das Gerät einmal aus, kann der Spieler sicher sein, dass er auf der richtigen Spur ist und die Geister nicht weit entfernt sind. Nach erfolgreichem Fangen eines Geistes oder nach einer abgeschlossenen Mission, erhält die Spielfigur ‚Geld‘. Von diesem kann er Ausrüstung kaufen, oder seine bereits vorhandene Ausrüstung aufwerten. Zwar sind diese Upgrades nicht immer sofort merklich, erweisen sich aber im Verlauf des Spiel als nützlich.

Trotz des eigentlich positiv anzumerkenden Settings und der oben genannten unterhaltsamen Eigenschaften des Titels, die der Filmreihe und den damit verbundenen Handlungen nahekommen, fehlt es dem Spiel an übergeordneten Aktionen und erweiterter Rahmenhandlung; aber vor allem fehlt es an Abwechslung. Der Spieler erlebt hierbei eine vorgefertigte, ’sture‘ und nicht sehr ausgefeilte Storyline, die er erspielen muss. Und nebst des etwas stupiden Verlaufs – zuhören, folgen, Geist einfangen! – erweist sich die KI als ebenso stupide. Immer wieder ist man als Spieler gezwungen, auf ’seine Partner‘ zu warten, um im Spiel vorwärts zu kommen.

Des Weiteren gibt es Shooter-typische Multiplayerfunktionen, die aus technischen Gründen jedoch nicht getestet werden konnten.


Das Handling von „Ghostbusters: The Video Game“ zieht mit der Grafik gleich, und kann ohne unfair zu gelten, als durchwachsen bezeichnet werden. Die Bedienung der einzelnen Elemente ist zwar uneingeschränkt simpel und größtenteils intuitiv, aber andere entscheidende Komponenten, wie etwa die langen Ladezeiten, der harte Schwierigkeitsgrad, oder die Einführungsgestaltung in die Bedienung, beeinflussen die Wertung dabei merklich.

Das Einfangen eines Geistes ist dabei „Shooter-typisch“, was nichts anderes bedeutet, als dass man als Spieler ein bewegliches Fadenkreuz als Zielhilfe nutzt. Mit den Schultertasten lassen sich die entsprechenden Funktionen – Primärwaffe oder Sekundärwaffe – auslösen. Das Steuerkreuz dient dabei zur Selektion der Waffenart des Backpacks, so dass der Spieler schnell den Waffentyp anpassen kann – zur Auswahl stehen hier zum Beispiel: Schleim-Funktion & Protonenbeschuss neben weiteren zwei Funktionen.

Die frei bewegliche Kamera, die allerdings manchmal etwas zäh wirkt, zeigt sich größtenteils von ihrer positiven Seite, und offenbart nur selten den ein oder anderen spiel-unfreundlichen Blick. Vor allem in der Nähe von großzügig dargestellten Ecken oder großen Gegenständen kommt es manchmal zu „Blackouts“. Wahre Blackouts erlebt der Spieler allerdings bei den Ladezeiten des Spiels. Hierbei vergeht knapp 1 Minute, bis die Spielfigur gesteuert werden kann. Extrem störend fällt dies vor allem auf, wenn die Spielfigur unfreiwillig aus dem Leben geschieden ist.

Was aufgrund des sehr anspruchsvollen und extrem herausfordernden, eigentlich unfairen Schwierigkeitsgrad nicht unbedingt selten geschieht. Zwar ist die Stufe „Leicht“ für Jedermann erspielbar, wirkt aber ab „Mittel“ kaum noch durchführbar und unausgewogen. Hakelige Frustmomente und das eher „schleppende“ Gameplay, laden in der Stufe „Schwer“ zum Abschalten ein – vor allem, weil das Speichersystem die Kontrollpunkte manchmal etwas zu wenig großzügig setzt. Und so kann es schon mal vorkommen, dass man im Kampf gegen den Marshmallow-Man die letzten drei Etappen der Mission erneut spielen muss.

Anmerkung: Das Spiel startet mit der englischen Original-Sprache – mit deutschen Untertiteln. Sofern man die deutsche Fassung wünscht, kann dies im Menü Audio umgestellt werden. Einfach „Englische Sprachausgabe“ ausschalten.


„Ghostbusters: The Video Game“ ist ein gelungener Erfolg in Bezug auf das Thema. Die Umsetzung ist stilecht, passend und fängt das Flair der Filme perfekt ein. Nebst den Original-Titelhelden der Filmreihe, werden dem Spieler teils sehr schöne Kulissen geboten, die nicht selten beeindrucken, selbst wenn die technische Umsetzung streckenweise nicht gänzlich zeitgemäß erscheint. Schade, dass sowohl die grafischen Fähigkeiten des Titels, als auch das eigentlich unterhaltsame, aber „geistlose“ Gameplay, kaum mehr als durchschnittliche Unterhaltung bieten. Die Bedienung des Titels ist dabei überaus zugänglich, und macht den Schnelleinstieg in die Geisterjagd ohne Umstände möglich. Üppige Ladezeiten, sowie ein harter Schwierigkeitsgrad lassen allerdings auch Raum für Frust. Fans der Filmreihe und jugendliche Spieler werden ihren Spaß an dem Titel haben. Und für einen leichten und kurzweiligen Zeitvertreib – ohne großen Anspruch – ist „Ghostbuster – Das Videospiel“ ein passender Titel für die heißen Tage des Jahres!


Trailer (englisch):


Zusatzinformationen zum Spiel:
derzeit keine


Cover-Artwork und Bilder sind Eigentum von Sony Computer Entertainment. Dieses Spiel wurde uns freundlicher Weise von Sony Computer Entertainment zur Verfügung gestellt.

Getestet mit: Sony Bravia KDL-40W4730AEP & Sony Playstation 3 mit Dualshock 3-Controller
Verfasst von Oliver Erichsen | 29. Juli 2009